.


Langenfeld Pilger

-

Langenfeld

Kontakt zu den Brudermeistern:
(Hier...) Spam-Sperre

-

Informationen im Pfarrbüro

Die Wallfahrt findet im allgemeinen jährlich am 3. Wochenende im September statt.

Wallfahrten zum hl. Jodokus 

Analysieren wir das Leben des hl. Jodokus, müssen wir uns mit Spuren begnügen.

Der hl. Jodokus lebte im 7. Jahrhundert in Nordfrankreich, der heutigen Bretagne. Dort war sein Vater Juthael Stammesfürst. Nach dem sein Bruder Judecael auf seine Herrschaftsrechte verzichtete wurde Jodokus zur Nachfolge gebeten. Jodokus aber lehnte ab und entschloss sich zum Studium der Theologie. Er wurde Priester und diente sieben Jahre dem Grafen Haymo. Dann war er dieses Lebens überdrüssig und verzog sich in die Einsamkeit der Wälder zurück. Im Nachsinnen gründete Jodokus schließlich die Benediktinerabtei in St. Joss sur Mére, von der aus zahlreiche Wohltaten ausgingen. Jodokus starb im Jahr 669.

Im Mittelalter wurde Jodokus im europäischen Raum verehrt. So verbreitete sich seine Verehrung auch in die Eifel. Die Kapelle in St. Jost in Langefeld ist wohl als bekanntester Wallfahrtsort zum hl. Jodokus in Deutschland anzusehen. Als Stifter kommt in erster Linie ein Angehöriger des Hauses Virneburg in Frage, dessen Wappen im Gewölbeschlussstein zu sehen ist.

Seit über 400 Jahren, und zwar an den letzten beiden Septemberwochenenden und in den ersten zwei Oktoberwochenenden pilgern die Bewohner aus der Eifel, von Rhein, Mosel und Ahr zum hl. Jodokus nach St. Jost/Langenfeld.

Nachweislich hat sich die St. Jodokus-Bruderschaft aus Ahrweiler an den Wallfahrten nach St. Jost/Langenfeld seit 1829 beteiligt. Stolz darf sie daher 2004 ihr 175 jähriges Jubiläum feiern.

Die Prozession in der Mauchert auf dem Weg nach St. Jost/Langenfeld (Bild).

Wo hat nun die Verehrung dieses Heiligen ihren Platz. In einem engen Wiesental, tief unter dem Nitzbach liegt das Jodokusbrünnchen, wo der Heilige Augenkranke und Krüppel geheilt hat. Jodokus galt zudem als Patron der Pilger, weil er diese auf ihrem gefahrvollen Weg begleitet hat. Er wurde außerdem als Schutzheiliger der Schiffer und Siechenhäuser angesehen, war Viehpatron und letztlich auch Weinpatron. Patron bei Gewitter und Feuersbrunst, Obst und Feldfrüchte standen dem nicht nach. Seine Verehrung ist in Deutschland beispielhaft und auf die Orte Walberberg bei Brühl und Landshut verbreitet. In Steeg bei Bacherach am Mittelrhein hat man ihm sogar eine Weinbergslage gewidmet.

Die Fußprozession aus Ahrweiler nimmt nun seit 175 Jahren Jahr für Jahr den beschwerlichen Weg über 28 Kilometer durch die Hügel der Eifel auf sich. Jung und alt, alle Berufssparten sind auf diesem Weg vertreten. Das gemeinsame Gebet und das Zusammengehen erfreut sie jedes Jahr an der Wallfahrt teilzunehmen. Organisiert wird die Wallfahrt von den Brudermeistern. Dies geben mit dem Brudermeisterstab jeweils den Einsatz zum gemeinsamen Gebet. In Erinnerung ist dabei vor allem Brudermeister Michael Knieps und gegenwärtig Brudermeister Willi Rosenstein sowie Willi Busch und Jürgen Knieps.

Abmarsch der Prozession am Ahrtor

„Heiliger Jodokus zu dir kommen wir. Deine Fürbitte begehren wir!" Dies ist Ausspruch und Überzeugung hiesiger Frömmigkeit und der Kern des Gebetes alljährlicher Prozession auf dem Weg nach St. Jost/Langenfeld. 

-

Stand: 28.08.16