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Katholische Kirchengemeinde
Sankt Laurentius Ahrweiler

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Der Chor der St. Laurentiuskirche Ahrweiler auf großer Fahrt
vom 14. Juli - 20. Juli Rundreise Schweiz
von Ursine Holzberger

In diesem Jahr war es wieder einmal soweit, der Chor der St. Laurentiuskirche Ahrweiler startete zu seiner großen Reise in die Schweiz. Von langer Hand vorbereitet und gut geplant sollten es acht unvergessliche Tage werden.
Am Morgen der Abfahrt wurden noch schnell zu allen Koffern Proviant für 70 Mitreisende in Form von frisch belegten Brötchen und Wein geladen, denn das traditionelle Frühstück am Wegesrand durfte selbstverständlich nicht fehlen. Noch ein letztes Winken den Daheimbleibenden und los ging die Reise in Richtung Bern, der ersten Station in der Schweiz. Gleich hinter Ahrweiler wurde der Reisesegen gebetet und auf der A61 fuhr der Doppeldeckerbus gen Süden.

Abends in Bern, nach der Einkehr ins Hotel und einem gemeinsamen Abendessen konnte noch die Altstadt erkundet werden und da ein heftiges Gewitter hernieder ging wurde es bei dem Einen oder Anderen gleich zum ersten Abend später als vielleicht geplant.
Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte der zweite Tag mit einer Stadtführung durch das unzerstörte Bern beginnen, alte Brunnen, der historische Zeitglockenturm und die Münsterkirche waren hierbei nur drei von vielen Sehenswürdigkeiten dieser auf dem Reißbrett geplanten Handelsstadt an der Aare.
Wie Bern gründete das mittelalterliche Zähringergeschlecht auch die Städte Murten und Fribourg, die die Gruppe am Nachmittag besuchte. Der Abend stand wieder im Zeichen der Berner Altstadt, diese Mal auf der Suche nach Abendessen im kleinen Kreis.
Der dritte Tag war der der Überraschungen, denn das Ehepaar Christel und Heinz Brenner, beide sehr engagierte Chormitglieder,  hatten an diesem Tage Goldene Hochzeit.
Noch vor dem Einstieg in den Bus hatten einige Vorstandsmitglieder einen kleinen Sektempfang vorbereitet und selbstverständlich wurde auch ein erstes Ständchen gesungen. Danach führte die Fahrt in den Berner Jura über Biel in die Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds. Im größten Uhrenmuseum Europas konnte man bei einer Führung fast die Zeit vergessen, die aber drängte dann doch, denn in der Region Neuenburg wurde der Chor in Auvernier bei Neuchatel zu einer ausgiebigen Weinprobe erwartet. Auf dem sehr alten, weitläufigen Weingut fühlten sich alle sehr wohl, zum Einen weil der Wein gut schmeckte und bei guten Gesprächen reichlich floß, zum Anderen weil der wunderbare Garten und die alten Gebäude zum Flanieren und Fotografieren einluden und nach dem gewittrigen Bern schien hier auch zu allem die Sonne.
Nach einem Ständchen für die Winzer ging es wieder Richtung Bern, denn hier erwartete die Gesellschaft und vor allen das Goldhochzeitspaar wieder eine Überraschung in der französischen Kirche. KD Holzberger spielte auf der dortigen wunderbaren Orgel und der Chor sang für seine Mitglieder „Preiset froh den König“ und ein Marienlied.
Der nächste Überraschungspunkt war beim Essen im alten Tramdepot am Abend gekommen. Noch einmal gab es Sekt und Ständchen und zum köstlichen Abendessen einen Alleinunterhalter, der auch die Lieder der 60iger und 70iger Jahre spielen und singen konnte. Nach dem Essen kam es zum Höhepunkt, denn nicht nur eine Hochzeitskerze mit Ständer wurde vom Vorsitzenden Karl-Heinz Conradt überreicht, sondern auch die gerahmte Urkunde über die Ernennung zu Ehrenmitgliedern des Chores der St. Laurentiuskirche Ahrweiler. Dieser Abend wurde wieder einmal lang.
Leider fiel das Wetter am vierten Tag buchstäblich ins Wasser. Es regnete bei der Abfahrt aus Bern und wieder bei der Ankunft in Luzern, dem Ziel des Tages. Durchs Emmental war Nebel ein Begleiter. Auch die Stadtführung fiel komplett ins Regen-Wasser zeigte aber trotzdem die Stadt am Vierwaldstättersee mit der berühmten Kappelbrücke  als interessanten Ort. Rechtzeitig zur Schiffsrundfahrt klarte es auf und das Bergpanorama konnte bewundert werden. Überschattet von einem Unfall eines Gruppenmitgliedes ging der Weg nach Bern zurück am Brienzersee und Thunersee. Es folgte ein letzter Abend in der Landeshauptstadt.
Der fünfte Tag brachte die endgültige Abreise aus Bern, mit einer Unterbrechung im Dorf Gruyeres um in einer dortigen Käserei die Herstellung des berühmten Käses zu erleben und einen „Kaffee Gruyeres“ zu probieren, ging die Fahrt an den Genfer See zur größten Wasserburg Europas dem Schloß Chillon. Die Besichtigung dieses wirklich riesigen Areals dauerte eine Weile und schürte etwas den Hunger nach einem Mittagessen. Dieses sollte in Eigenregie erfolgen und es wurden Stimmen laut, die zu Recht darauf hinwiesen, dass die Möglichkeiten um das Schloß herum etwas mager ausfielen.
Doch ein umtriebiger Vorsitzender und seine heimlichen Helfer hatten auch hier wieder die richtige Idee und luden alle Mitreisenden zum nächsten Bootsanleger ein. Hier war alles vorbereitet: frisches Brot, für jeden eine Probierpackung Gruyeres in verschiedenen Reifestufen und Wein aus heimischen Gefilden, der hervorragend zu diesem Essen schmeckte. Rechtzeitig hörte auch der Nieselregen auf und gab zum Nachtisch noch ein wunderbares Panorama am See frei.
Nach dieser Stärkung fuhr der Bus mit seiner fröhlichen Truppe Richtung Täsch immer weiter ins Wallis hinein. Die Berge wurden höher und die Straßen steiler bis es nicht mehr weiterging und in Täsch der Bus gegen den Zug vertauscht wurde. Das Ziel war das autofreie Zermatt am Fuße des Matterhorns, einem der wohl berühmtesten Berge der Alpen. Am Bahnhof in Zermatt  wurde die Gruppe auf zwei Hotels verteilt und der Abend stand zur freien Verfügung.
An nur sehr wenigen Tagen im Jahr ist das Matterhorn wirklich nebel- und wolkenfrei zu sehen, der Chor, bisher nicht unbedingt vom Wettergott in der Schweiz verwöhnt, hatte am sechsten Tag großes Glück und einen ganzen Tag lang freie Sicht auf die imponierende Bergkette und deren König. Mit der Zahnradbahn ging es für alle gesunden und richtig ausgerüsteten Besucher auf den Gronergrat auf 3089 m Höhe unterhalb des Matterhorns mit seinen 4478 m. Der bereitstehende Bergführer machte auf den Neuschnee, auch in unmittelbarer Nähe aufmerksam und erklärte geduldig das Bergpanorama und seine Besonderheiten. Jetzt musste sich die Gruppe teilen in die, die wandern wollten und die, die spazieren wollten. Die einen fuhren mit der Zahnradbahn hinunter  zur Riffelalp und ließen es gemütlich angehen, die anderen stiegen schon am Riffelsee aus und nahmen den Abstieg unter die Füße. Getroffen haben sich alle wohlbehalten  zur Ortsführung am Nachmittag und zum Käsefodue am Abend. Rechtschaffen müde begann die Nacht für viele früher als sonst.
Mit großer Spannung war in der Reisegruppe der achte Tag erwartet worden. Nun war er da. Die Koffer wurden in Container verladen und fuhren mit dem Busfahrer nach Täsch, wurden in den Bus verladen und vorausgeschickt. Die Chorgemeinschaft stieg in den Glacier-Express in den reservierten Waggon und reiste mit diesem Panoramazug nach St. Moritz. Beinahe ungezählte Bergriesen und tiefe Schluchten sind auf dieser Reise zu bewundern, über Kopfhörer jedem erklärt und zugänglich gemacht. Zu Mittag wurden allen ein frisches Drei-Gang-Menü am Platz serviert , so konnten alle weiter die Aussicht genießen.
Am Nachmittag erreichte der Zug St. Moritz, man konnte zu Fuß das Hotel erreichen und fand die Koffer bereits ausgeladen vor. Ein Erkundungsspaziergang in den Ort bot sich nach dem langen Sitzen geradezu an und ergab die Erkenntnis, dass hier im Winter wohl Hauptsaison sei. Das Hotel und sein Essen ließen indes keine Wünsche offen und so verging auch der letzte Abend wie im Fluge.
Nach dem Einkauf eines Mittagessens auf bewährter Picknickbasis durch die treusorgenden Vorstandsmitglieder begann die Heimreise mit einem letzten Höhepunkt: einer Fahrt  mit dem Doppeldeckers über den Julierpass (benannt nach Julius Cäsar). Vorbei an Liechtenstein und über Basel ging die Reise zügig voran. Gegen Mittag wurde das Picknick eingenommen und die Vorfreude auf zu Hause mischte sich mit der leisen Wehmut, dass man ja nun bald die Reise hinter sich habe, auf die man sich doch schon lange gefreut habe. Gegen Abend wurde das Feuerwehrhaus in Ahrweiler gesichtet und viele Wartende winkten zur Begrüßung. Nur kurze Verabschiedungen waren nötig, denn man sieht sich ja bald bei den Chorproben wieder.

Diese beginnen am 26. August um 20 Uhr im Laurentiussaal des Pfarrheimes am Marktplatz in Ahrweiler. Chorleiter Klaus-Dieter Holzberger beginnt dann mit den Proben zum festlichen Adventskonzert am 4. Advent. Interessierte Gemeindemitglieder oder Gäste sind herzlich eingeladen mitzusingen. Wer mitmacht erlebt Gemeinde.

 

Stand: 17.03.13